Piercings und Eisspray
„Piercings kann man doch mit Eisspray betäuben?“
leider weit gefehlt! Eisspray hat auf Piercings nichts zu suchen und kann sogar gefährlich werden. Viele Piercer benutzen zu meinem Bedauern immer noch Kälte- bzw. Eisspray zur „Betäubung“ des Piercings. Ein lokales Anästhetikum ist Eisspray wirklich, allerdings für Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen oder Ähnliches.
Aloe Vera – Feuchtigkeit pur
Viele Träger frischgestochener Piercings und Tattoos klagen über trockene Hautstellen.
Leider begehen auch ebensoviele den Fehler, die betreffende Körperstelle mit fett-und wachshaltigen Cremes zu pflegen, die den Stichkanal verstopfen oder, weil sie besonder attraktiv für Erreger sind zu Entzündungen führen können.
Man bräuchte also ein fett- und wachsfreies, feuchtigkeitspendendes und schnell einziehendes Mittel, und hier Kommt Aloe Vera-Gel ins Spiel.
Aloe Vera oder auch Aloe Barbadensis ist ein rein pflanzlicher Inhaltsstoff, der feuchtigkeitsspendend, glättend, hautstraffend, hautberuhigend, schmerzlindernd und kühlend wirkt.
Gewonnen wird das Gel aus dem inneren Blattgewebe der Aloe Vera.
Normalerweise wird es besonders in Hautpflege- und After-Sun-Produkten sowie bei der unterstützenden Pflege von Neurodermitis eingesetzt.
Natürlich gibt es auch bei Aloe Vera-Gelen qualitiative Unterschiede, und es sind nicht alle für die Piercing- und Tattoopflege geeignet.
Generell gilt: je reiner und je weniger Inhaltsstoffe, desto besser.
Es gibt selbstverständlich auch Zusatzstoffe die nicht zwingend schlecht sind (wie z.B. Zitronensäure, die blutstillend wirkt), jedoch sollten besonders Leute, die generell empfindlich sind, auf die Inhaltsstoffe achten.
PTFE – Flexibilität ohne Grenzen
Eine neue Alternative zu Schmuck aus Titan oder Chirurgenstahl ist das Material PTFE (Polytetraflourethylen). Es handelt sich dabei um einen flexiblen Kunststoff (auch unter dem Handelsnamen „Teflon®“), der auch in der Medizin als Implantatmaterial eingesetzt wird.
Fälschlicherweise wird PTFE auch unter dem Namen Bioflex oder Bioplast vertrieben.
Durch die unzähligen – mehr oder weniger vertrauenswürdigen – Shops und Foren, die sich hier im World Wide Web breit gemacht haben, herrscht oft Verwirrung was, wo, wie eingesetzt wird, und wann es sinnvoll ist.
Piercing.bZ – Neue Twitter Adresse
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Surface Piercing
Auch bekannt unter:
Oberflächenpiercing
Heilungszeit:
ca. 12 Wochen
(kann je nach Platzierung und Wundheilung variieren)
Schmuck:
Surface Bar
Labret Piercing
Auch bekannt unter:
Lippenpiercing, Unterlippen-Piercing
Heilungszeit:
6 – 8 Wochen
Schmuck:
BCR, Circular Barbell, Labret-Stud, Spirale, Retainer
Disney Tattoo
Na, ob das dem alten Walt Disney gefallen würde?
Wie ich finde, die wohl gelungenste, zur Haut gebrachte Urheberrechtsverletzung

Blowout – Das Arschloch am Ohr
Als Blowout bezeichnet man das „Ausstülpen“ des Stichkanals in eine Richtung. Die ausgestülpte Haut wird durch die – leider sehr ähnliche – Optik gern als „Arschloch“ bezeichnet. Das „Arschloch“ ist recht schmerzhaft. Nicht immer bilden sich Blowouts um den ganzen Stichkanal herum, sie können auch als eine einzelne Wulst auftreten.
Gelegentlich werden Blowouts auch mit allergischen Reaktionen auf, an manchen Flesh Tunneln befindlichen, O-Ringen aus Gummi verwechselt. Dabei entsteht allerdings nur eine lokale, kreisrunde Reizung und Schwellung der Haut.
Blowouts entstehen durch mechanische Belastungen, in den meisten Fällen durch zu schnelles Dehnen der Ohrlöcher. Allerdings können auch Double Flared Eyelets oder Plugs, die etwas „forsch“ eingesetzt wurden zu einem Blowout führen. Gleiches gilt für Piercingschmuck aus rauen Materialien wie Holz oder Gestein. Blowouts entstehen auch durch das „Durchpressen“ von größerem Schmuck, ohne einen Expander zu benutzen. Gerade bei Schraubtunneln mit scharfen Gewinden ist dies besonders häufig. Was leider auch vorkommen kann, ist der „Blowout über Nacht“. Es kann passieren, dass man beim Schlafen so ungünstig auf einem verkantetem Tunnel liegt, dass dieser dann die Haut nach außen befördert. Dies passiert allerdings äußerst selten und sollte niemanden unnötig beunruhigen.
Schmerzmittel vor Piercings – Tattoos?
Gerade Piercing- oder Tattoo-Anfänger schrecken oft vor den, mit dem erwünschten Körperschmuck einhergehenden, Schmerzen zurück.
Gerade dann ist die Verlockung groß, das ein oder andere Mittel einzunehmen um diesen unerwünschten Nebeneffekten zu entgehen.
Allerdings sollte das nicht gedankenlos geschehen.
Aspirin oder aspirinhaltige Schmerzmittel verdünnen das Blut, was beim Piercen wie beim Tättowieren zu ernormen Erschwerungen und Folgeschäden führen kann, da es auf gerinnungshemmender Acetylsalicylsäure (kurz ASS) basiert.
Tyrosur – Das Wundermittel aus der Tube
Was ist Tyrosur?
Tyrosur Gel ist ein Lokalantibiotikum, welches bei entündeten Piercings angewandt wird.
Der Wirkstoff “Tyrothricin” ist in einer Dosis von 1 Milligramm pro Gramm enthalten.
Das Gel ist rezeptfrei, jedoch apothekenpflichtig.
Zum Preis sei gesagt, dass die dreifache Packungsgröße i.d.R. nicht einmal das Doppelte kostet (UVP: 5g EUR 4,70 <–> 15g EUR 9,90).



